Reifen gibt es in großer Auswahl für jeden erdenklichen Einsatzzweck.

Reifen gibt es in großer Auswahl für jeden erdenklichen Einsatzzweck. © pd-f | Schwalbe

Der richtige Reifen

 

Der Reifen spielt für die Fahreigenschaften des Fahrrads eine wichtige Rolle. Für unterschiedliche Einsatzzwecke gibt es daher verschiedene Reifen. Der ADFC verrät, welche Reifen wann sinnvoll sind.

 

Fahrradreifen halten den Kontakt zum Untergrund. Ein wichtiges Kriterium beim Reifenkauf ist einerseits die Pannensicherheit, aber der Reifen muss auch zum Einsatzzweck passen.

Einfache Reifen sind teils für unter zehn Euro erhältlich, gute Reifen kosten mehr als 20 Euro, sind dafür aber widerstandsfähiger gegen Pannen und rollen besser. Insbesondere bei Fahrrädern mit Nabenschaltungen, Hollandrädern und Elektrorädern mit Hinterradantrieb ist der Ausbau der Laufräder oft zeitaufwändig, da kann ein guter Pannenschutz das Leben deutlich erleichtern. Viele Hersteller haben robuste Modelle mit wirksamem Pannenschutz im Programm.

Der richtige Luftdruck

Wichtig ist der richtige Luftdruck. Auf der Reifenflanke ist angegeben, in welchem Bereich er liegen sollte, meist in Bar oder in PSI. Ist der Druck zu niedrig, rollt der Reifen schwer und wird auf Dauer an den Flanken beschädigt. Ist er zu hoch, kann der Reifen platzen. Breite Reifen mit geringem, aber über dem auf der Flanke angegebenen Mindest-Luftdruck, sorgen für viel Komfort, ohne schwer zu rollen.

Im Alltag

Auf trockenen, festen Untergründen wie Asphalt hat ein glatter Reifen die beste Haftung. Reifen für den Alltagsbetrieb werden aus optischen Gründen dennoch mit einem flachen Profil versehen. Eine Mindestprofiltiefe wie beim Auto gibt es nur für S-Pedelecs (bis 45 km/h) und E-Bikes (bis 25 km/h ohne Tretbewegung), diese sind rechtlich aber keine Fahrräder. Das bei Autofahrern gefürchtete Aquaplaning gibt es bei Fahrradreifen nicht.

Auf Radreisen

Auf weichen Untergründen wie Wirtschafts- oder Waldwegen sichern gröbere Stollen den Griff des Reifens auf dem Boden. Für Fahrradreisen auf wechselnden Untergründen sind deshalb Reifen zu empfehlen, die eine glatte Lauffläche für geringen Rollwiderstand und Seitenstollen für Griff auf weichem Untergrund haben.

 

 

Beim Mountainbiken

Mountainbiker dagegen benötigen stark ausgeprägte Stollen, um in Kurven auf weichem Untergrund Kontrolle über das Rad zu behalten. Außerdem müssen sie steile Anstiege ohne durchdrehende Hinterräder bewältigen können. Für die unterschiedlichen Untergründe und Einsatzzwecke gibt es spezielle Reifen. Eine Mountainbike-Tour auf Wirtschaftswegen stellt andere Ansprüche an einen Reifen als ein Downhill-Rennen. Vor dem Kauf sollte man also ungefähr wissen, wo der Reifen am häufigsten eingesetzt wird.

 

Reifen für Elektroräder

Schnelle Pedelecs und E-Bikes, die rechtlich als Kleinkrafträder eingestuft werden, benötigen Reifen, die die Norm ECE-R 75 erfüllen und bis 50 km/h zugelassen sind. Diese Reifen haben eine bestimmte Profiltiefe. Manche Hersteller statten sie mit einer weichen Gummimischung für besseren Kurvenhalt bei hohen Geschwindigkeiten aus. Die Reifen können auch problemlos für normale Pedelecs und Fahrräder genutzt werden.

Schnee und Eis

Für Fahrten bei Schnee und Eis eignen sich breitere Reifen mit einem ausgeprägten Profil besser. Ein etwas geringerer Luftdruck erhöht zusätzlich die Bodenhaftung. Spikereifen haben in die Lauffläche eingearbeitete Metallstifte, die das Radfahren auch auf vereisten Flächen erlauben. Spikereifen sind in Deutschland für Fahrräder zugelassen. Für winterliche Bedingungen gibt es auch Reifen ohne Spikes, die mit Lamellen und weicher Gummimischung für Griff auf dem Untergrund sorgen.

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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